Ehe für alle

Ehe für alle

Laut dem Großteil der Gesellschaft längst überfällig: Die Ehe für alle. Wie der Bundestag im Juni 2017 entschlossen hat, dürfen Homosexuelle ab dem 01.10.2017 in Deutschland heiraten und haben nach langem politischem Streit die gleichen Rechte wie heterosexuelle Paare. Darunter fällt zum Beispiel die Adoption von Kindern. Dies ist ein großer historischer Schritt und homosexuelle Paare haben nun die Möglichkeit diesen besonderen Tag der Hochzeit besonders zu zelebrieren, ohne jegliche rechtlichen Unterscheidungen. Dafür hatten Schwule und Lesben jahrzehntelang gekämpft. Somit steht dem perfekten Tag nichts mehr im Weg und die Hochzeit kann geplant werden. Viel Stress erspart man sich aber durch die Erstellung von Hochzeitskarten im Internet. Mehr Informationen.

Erste Homo-Eheschließungen
Laut Mikrozensus leben 43.000 Homosexuelle in eingetragenen Lebenspartnerschaften. Bereits am 01.10.2017 planen die Ersten die Umwandlung von eingetragener Lebenspartnerschaft zu einer gesetzlich anerkannten Ehe. Unter ihnen waren auch bekannte Gesichter, wie beispielsweise Grünen-Politiker Volker Beck mit Architekten Adrian Petkov. „die Epoche der Akzeptanz hat begonnen“, wie Beck am Sonntag sagte. Unter Tränen sprach er von einem „großartigen Tag“. Als erstes schwules Paar in Deutschland gaben sich der 60-jährige Bodo Mende und der 59-jährige Karl Kreile in Berlin das Ja-Wort. Mende und Kreile lebten für mehrere Jahre in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Ihre Trauung fand gemeinsam mit 100 Gästen im Rathaus Schöneberg statt und anschließend trugen sich die frischgebackenen Eheleute in das Goldene Buch des Bezirks Tempelhof-Schöneberg ein. Acht weitere Paare beschließen sich am gleichen Tag in Berlin dazu, die eingetragene Lebenspartnerschaft in eine Ehe umzuwandeln. Zwei Tage zuvor äußerte sich Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller und sagte es sei ein „Meilenstein zur vollen rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung“ und „Dieser Tag ist Anlass, der Lesben- und Schwulenbewegung und all denen, die sich seit vielen Jahren für die Öffnung der Ehe eingesetzt haben, zu gratulieren“. Müller freue sich, „dass wir gerade in unserer Stadt die erste gleichgeschlechtliche Eheschließung erleben.“

Gleichgeschlechtliche Ehen weltweit
Bis Ende des 20. Jahrhunderts waren weltweit nur eingetragene Lebenspartnerschaften möglich. Die Niederlande war das erste Land weltweit, was die Ehe für alle im Jahr 2001 erlaubte. Damit ist die gleichgeschlechtliche Ehe ein eher junges Phänomen. In den darauffolgenden Jahren schlossen sich immer mehr Länder niederländischen Avantgardisten an und ermöglichten die Ehe von Schwulen und Lesben. Vor allem Europa, Lateinamerika und die westlichen Länder sind der gleichgeschlechtlichen Ehe offen. Deutschland ist das 24. Land weltweit, was die Ehe von Homosexuellen zulässt. Doch trotzdem gibt es noch im 21. Jahrhundert noch ca. 70 Länder, in denen Homosexualität bestraft wird. Überwiegend ist dies in Asien oder Afrika der Fall. In einigen wenigen Ländern droht sogar noch die Todesstrafe.